Leo's Geburt:

Am 29.03.2012 um 14:37 erblickte unser Sonnenschein Leo das Licht dieser Welt. Er maß stolze 56 cm, hatte 3815 g und einen Kopfumfang von 37,5 cm. Mittlerweile hat er natürlich schon kräftig zugelegt. Mit seinen langen blonden Haaren sorgte er bei Ärzten, Hebammen und Krankenschwestern - natürlich auch im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, für Aufsehen, anscheinend ist das nicht so oft.

 Die Geburt war genau so, wie wir bzw ich es mit Leo vereinbart habe.

Am 29.03.2012 begann der Tag um 08:30 wie jeder anderer. Nur dass ich ab ca 09:15 ständig den Drang hatte, die Toilette aufzusuchen, jedoch ohne diese wirklich benützen zu müssen. Irgendwann war mir dieser Klo-geh-Drang zu blöd und ich schaute mir die Abstände an - 6 min. Innerhalb von 20 - 30 min verkürzte sich der Abstand auf 4 min, weshalb wir uns sicherheitshalber auf dem Weg ins Krankenhaus machten, vielleicht ist´s ja so weit. Im Krankenhaus angekommen, ein CTG später - bei dem ich mir mein Frühstück ein zweites Mal durch den Kopf gehen ließ, wurden wir aufgenommen, denn es war so weit, der Kleine wollte raus. Der Muttermund war zu diesem Zeitpunkt (11:00) 2 cm geöffnet.

Die Anmeldung musste mein Mann ohne mich vornehmen, weil mein Kreislauf nicht mehr ganz so fit war. Liegen ging gar nicht, Gym-Ball ging auch nicht, gehen wurde unbequem also gings gegen 11:30 in die Badewanne -> megaangenehm.

Lt meines Mannes bin ich zwischen den Wellen immer wieder eingeschlafen. Die Wellen machten sich in den Oberschenkel bemerkbar und waren mal mehr mal weniger intensiv. Jetzt im nachhinein kann ich die Wellen mit einem ordentlichen Muskelkater vergleichen.

Ein CTG später, wollte ich noch in der Wanne gebären, die Fruchtblase ging von alleine auf - jedoch wechselte ich dann auf die Matte. Auf dieser blieb ich nicht lange, schließlich wollte ich auf den Hocker. Die Hebamme machte noch Aromawickel um meinen Damm auch noch etwas Gutes zu tun.

Kurz nach 14:00 begann die Austreibungsphase, bei der ich mich über mich selber immer wieder etwas ärgern musste. Ich war in den 2 Wochen vor der Geburt etwas nachlässig mit den Atmungsübungen, weshalb ich mich sehr konzentrieren musste - und wir haben es geschafft. Irgendwann wusste ich, so jetzt und draußen war der kleine Zwerg. Da die Nabelschnurr nicht ganz so nachrutschte, kam unser Baby auf meinem Bauch zu liegen und wir wussten eine ganze halbe Stunde nicht, ob Mädchen oder Bub - war uns in diesem Moment auch nicht wichtig.

Die Nachgeburt war ohne irgendetwas auf einmal da, ganz ohne Schmerzen. Wellen nach der Geburt gabs auch keine, Schmerzen beim Milcheinschuss oder sonstiger Art gabs auch keine.

Wenn Leo nicht mein erstes Baby gewesen wäre, wär ich nach der Geburt gleich heim. Ich war fit, hungrig und voller Tatendrang, der Kreislauf stark und stabil. Vor allem aber waren wir total glücklich und gerührt, endlich unser gesundes Baby im Arm halten zu können.

Auf der Station machte Leo durch seine ruhige, ausgeglichene Art auf sich aufmerksam. Ihn konnte nichts wirklich verärgern oder beunruhigen - unser Baby!!! Aufgrund des Schlafmangels und der fehlenden Ruhe suchten wir am 1.04. das Weite und genießen seither das Familienglück in einer angenehmen Atmosphäre.

Am 04.04. besuchte uns eine Freundin und machte bei Leo einen cranio sacral Griff, damit er seine Geburtstraumen abschüttel kann - der Kleine hatte jedoch nichts zum Abschütteln.

Bei der Geburt haben wir unserer Hebamme unseren Wunschzettel übergeben - was für sie überhaupt kein Problem war. Sie mischte sich auch während der Geburt nicht ein und ließ mich und meinen Körper machen. Mit unserer Hebamme hatten wir Glück, denn entgegen der Angaben der Stationsleiterin 3 Wochen zuvor, ist es doch nicht so selbstverständlich mit Geburtswünschen in der Klinik zu entbinden. Unsere Hebamme hingegen findet es gut, wenn werdende Eltern sich mit der Geburt so auseinandersetzen.

Tja unterm Strich verlief die Geburt vom Zeitpunkt und Zeitablauf wirklich genau so, wie ich es visualisiert habe. Den Rest habe ich mit den Affirmationen, die auch während der Zeit in der Badewanne liefen, und der Regenbogenmeditation eingeübt. Christian machte während der Geburt den Handschuh mit mir, woran ich mich aber nicht mehr wirklich erinnern kann.

Ich bin überzeugt, wenn mehr Frauen meine Geburtserfahrung hätten und auch das Danach, gäbe es wahrscheinlich einen Anstieg der Geburtenrate =))

Liebe Birgit, ich möchte auch dir nocheinmal danken für die tolle Einführung in die HypnoBirthing Techniken!

Dieser Bericht stammt von Leo's Mama und darf nur auf dieser Website veröffentlich werden. Weitere Veröffentlichungen sind nicht zulässig!