Hallo Tobias!

Liebe Birgit,

unser kleiner Tobias ist am Dienstag 4:52 Uhr im LKH Steyr zur Welt gekommen. Er war 3520 g schwer und 52 cm groß.
Wir haben schon sehr sehnsüchtig auf ihn gewartet, weil der eigentliche Geburtstermin der 30.10. gewesen wäre.
Ich war dann auch schon sehr genervt wenn sich Freunde und Bekannte ständig informiert haben ob es mir noch gut geht bzw. wie lang das Baby noch auf sich warten lässt. Also beim nächsten Kind werde ich den genauen Termin nicht mehr bekannt geben, oder einen späteren sagen, um mir das Ganze zu sparen.

In der Hoffnung, dass die Geburt nicht eingeleitet werden muss, habe ich mir am Sonntag dann den Wehentee zubereitet. In der Nacht von Sonntag auf Montag habe ich des Öfteren einen sehr harten Bauch bekommen und leichtes Ziehen im Unterleib gespürt. Ebenso musste ich sehr oft auf die Toilette, was mir schon ein wenig komisch vorkam. Aber ich konnte gut schlafen und hatte keine anderen Anzeichen, also ging das Warten weiter. Am Montag hab ich mir dann wieder einen Wehentee zubereitet und am Abend sind wir spazieren gegangen. Um 19.00 Uhr sind wir dann nach Hause gekommen und ich wollte dann ein wenig Fernsehen. Ich hab's mir dann auf der Couch gemütlich gemacht und gegen halb 8 spürte ich immer wieder ein Ziehen im Unterbauch. Mein Mann hat mir die Hypnobirthing CD eingelegt und ich hab mir immer wieder die öffnende Rose vorgestellt (Video auf Handy) und mich auf die Ruheatmung konzentriert. Ich bin dann zusätzlich in die Badewanne, um mich noch besser entspannen zu können. Anschließend wollte ich dann ins Bett und noch etwas schlafen doch ich konnte nicht mehr. Die stärker werdenden Wellen ließen es nicht mehr zu. Sie waren jedoch sehr unregelmäßig und ziemlich kurz. Deshalb wollten wir noch ein wenig abwarten. Ich konnte es dann vor Schmerz beinahe nicht mehr aushalten aber mein Mann meinte ich soll es nochmal in der Badewanne versuchen, was ich dann auch tat doch es ging nicht mehr. Ich hatte Blutungen, der Schleimpfropf löste sich und die Wellen waren plötzlich in einem Abstand von 3 Minuten da und ich wollte nur mehr ins KH. So gegen halb 12 waren wir dann im Krankenhaus und ich bat die Hebamme um ein Schmerzmittel doch diese sagte: "Es ist zu spät der Muttermund ist bereits 9 cm offen, ihr bekommt jetzt ein Baby!" Ich bin dann gleich ins Kreiszimmer in der Hoffnung es bald geschafft zu haben.Die ersten 2 Stunden verlief die Geburt optimal. Der Kopf war bereits tief im Geburtskanal und mit der Fingerspitze tastbar. Doch dann brauchte mein Körper eine Pause, die Wellen ließen nach und die Geburt stagnierte. Nach einer Kontrolle der Hebamme hat diese festgestellt, dass sich zusätzlich der Kopf von Tobias quer ins Becken gedreht hat. Sie hat mir dann ein homöopathisches Wellenmittel gegeben und gesagt ich soll ständig die Stellung wechseln um unserem Baby bei der Drehung ins Becken zu helfen, was mir allerdings sehr schwer fiel. Doch mein Mann hat mich immer wieder dazu ermutig um einen Geburtstillstand und somit Kaiserschnitt zu verhindern.
Die Wellen wurden trotzdem nicht intensiver und so habe ich ein gering dosiertes Wellenmittel erhalten. Nach einer weiteren Kontrolle durch die Ärztin hat sich der Kopf von Tobias dann doch ins Becken hineingedreht und er kam als Sterngucker ganz natürlich zur Welt. Ich musste nicht genäht werden und hatte auch keine inneren Blutungen. Ich glaube, das habe ich meinen Vorkehrungen(1x täglich aufgeweichter Leinsamen im Joghurt die ganze Schwangerschaft, Himbeerblättertee und Heublumendampfsitzbäder gegen Ende der Schwangerschaft) zu verdanken. 

Zurückblickend war es ein wundervolles Erlebnis und wir sind stolz und überglücklich, dass wir unseren kleinen Tobias nun in Händen halten dürfen.

Dieser Bericht stammt von Tobias Eltern und darf nur auf dieser Website veröffentlich werden. Weitere Veröffentlichungen sind nicht zulässig!