Babys Geburt

Der 11.03. verlief soweit ganz normal. Am Vortag hatte ich noch mein Auto geputzt – war ich doch bis zum Schluss noch ziemlich fit – spürte ich morgens ein leichtes Ziehen im unteren Rücken und dachte, den hätte ich mir beim Autoputzen am Vortag draußen „verkühlt“.

Der errechnete Geburtstermin war ja erst der 18.03. und so dachte ich nicht gleich an ein Vorzeichen der Geburt, war vormittags noch einkaufen und spazieren und nachmittags noch zu Besuch bei einer Freundin.

Am Abend um 21h, bettfertig vor dem Fernseher,  spürte ich dann, wie die Fruchtblase aufging, war mir aber nicht ganz sicher, da ich sonst keinerlei Schmerzen o.ä. spürte und auch die Menge des Fruchtwassers nicht sehr viel war.

Ich rief erst einmal unsere Hebamme an und die meinte, ich solle mich erst einmal hinlegen und mich am nächsten Morgen noch einmal melden.

Eine Stunde später spürte ich aber schon ein ziemlich starkes Ziehen nach unten (beim Gebärmutterhals war schon seit 3 Wochen auf 1cm verkürzt), sodass ich die Hebamme nochmals anrief und wir anschließend losfuhren – gerade rechtzeitig für mich kamen wir um 22:30h  bei ihr an.

Nach einem kurzen CTG bekam ich einen Einlauf, da ich die letzten Tage sehr verstopft war.  

Die Räumlichkeiten kannte ich schon gut, da ich die letzten Wochen regelmäßig akupunktieren war und fühlte mich auch sofort wohl.

Ziemlich intensiv ging es mit den Wellen gleich weiter, mein Mann fragte mich immer wieder, ob ich etwas brauche, oder er etwas vom Kurs anwenden soll, aber ich wollte nur in Ruhe gelassen und für mich sein. Ich fing an, instinktiv zu tönen, obwohl ich vorher nur kurz im Kurs etwas davon gehört hatte, es half mir aber sehr beim Ein – und Ausatmen und lenkte mich von den intensiven Wellen ab. Unsere Hebamme war währenddessen im Nebenzimmer anwesend und beobachtete den Geburtsverlauf.

In der letzten Phase der Geburt ließ sich unser Sohn noch etwas Zeit. Zuerst saß ich am Geburtshocker, mein Mann hinter mir und hielt mich. Doch irgendwie konnte ich darauf nicht die nötige Kraft entwickeln, sodass ich auf´s Bett wechselte und mit angezogenen Beinen nach unten atmete. Zwischendurch wechselten wir noch einmal auf den Geburtshocker – unser Sohn kam dann aber letztendlich am 12.03. um 3:29 auf dem Bett, mein Mann neben mir liegend, auf die Welt. Nach dem ersten Kuscheln wurde unser Sohn von unserer Hebamme gewogen, gemessen und angezogen.

Mein Kreislauf war ziemlich instabil, sodass ich noch eine Weile rastete, bis wir schließlich um 5:45 wieder nach Hause fuhren. Der kleine Mann schlief gut und ich war, obwohl das sofortige Gehen anstrengend für meinen Kreislauf war, so froh, gleich wieder zuhause in meiner vertrauten Umgebung zu sein und meine Ruhe zu haben!

Dann schliefen wir Drei erst einmal eine Runde, bevor uns am nächsten Tag unsere Hebamme besuchen kam.

Obwohl ich mir - und mein Mann sich noch weniger (der musste von der Hebamme beim Erstgespräch gut aufgeklärt werden)- vor einem Jahr keine Geburt außerhalb des Krankenhauses vorstellen konnte, möchten wir dieses Erlebnis nicht missen! Es war einfach eine so intime Situation und auch mein Mann ist jetzt von dieser Art Geburt vollkommen überzeugt.

Allerdings muss die Zeit danach zuhause wirklich gut geplant sein. Besuche wurden erst 2 Tage später und immer mit Rücksprache mit mir zugelassen- Ich achtete sehr darauf, dass immer nur 1mal am Tag jemand kam, höchstens für eine halbe Stunde. Mein Mann hatte sich 2 Wochen frei nehmen können und den Haushalt erledigt(ich musste mich sehr beherrschen, wirklich nichts zu tun!), meine Schwiegermama und Schwägerin hatten für uns gekocht, sodass ich mich außer um meinen Sohn und mich um nichts kümmern musste.

Obwohl ich während der Geburt nicht direkt etwas aus dem Kurs anwendete, war ich doch die Wochen vorher sehr gelassen und zuversichtlich, hörte täglich die Regenbogenentspannung und die Geburtsaffirmationen. Ohne diese intensive Vorbereitung wäre ich sicher nicht so entspannt in die Geburt gegangen.

Danke nochmals!

Dieser Bericht stammt von Babys Mama und darf nur auf dieser Website veröffentlich werden. Weitere Veröffentlichungen sind nicht zulässig!